Registrierkassen sind durchaus noch nicht zum alten Eisen zu zählen, auch wenn es augenscheinlich immer seltener welche zu sehen gibt. Aber eine moderne Registrierkasse kann viel. Wer im Handel über ein großes Sortiment verfügt oder mehrere Mitarbeiter hat und im richtigen Augenblick investieren können möchte, der sollte über die Anschaffung nachdenken. Denn Registrierkassen haben sich quasi zu modernen Kassensystemen entwickelt. Das Endgerät, an dem der Kunde seinen Einkauf zahlt, sieht weitestgehend noch immer wie eine Registrierkasse aus. Aber im Hintergrund ist ein zentrales Kassen -modul installiert, welches die Aufgaben eines modernen Kassensystems durchführt. Elektronische Kassensysteme erfassen nicht nur die getätigten Verkäufe, sie unterstützen auch viele Bereiche eines Betriebes. Die Lagerhaltung kann in der Kassensoftware verarbeitet werden. Jeder Wareneingang kann auf verschiedenen Wegen eingegeben werden, der Warenausgang wird über die Verkaufsaktionen am POS-Kassenplatz registriert und an die Datenbank der Lagerhaltung übermittelt. Durch dieses gegenseitige Aufrechnen von Wareneingang und Warenausgang wird der ständig aktuelle Bestand ermittelt, ein Hinweis an den Verantwortlichen wird gegeben, sobald eine neue Bestellung fällig ist. Auch Bestellformulare können in der Kassensoftware hinterlegt sein, die auch automatisch vom Kassensystem ausgefüllt werden können. Beispielsweise in Warenhäusern sind Netzwerkkassen in Betrieb, die mehrere Filialen miteinander verbinden, um sich bei Bedarf nach Informationsaustausch vielleicht gegenseitig mit Waren aushelfen zu können. Auch kann die Geschäftsleitung eine Verbindung zu Kassensystemen und Netzwerkkassen bekommen, um einzelne Tagesumsätze zu bewerten oder mehrere Filialen miteinander zu vergleichen. Und trotz all dieser fortschrittlichen Technik ist es für den Kunden nicht immer offensichtlich, dass es sich nicht um eine Registrierkasse handelt, an der er seinen Einkauf bezahlt. Netzwerkfähige Registrierkassen haben ebenso wie moderne Kassensysteme einfache Menüführungen, so dass auch Aushilfskräfte und neue Mitarbeiter schnell mit dem Umgang der Kassen vertraut sind. Außerdem erlaubt es eine moderne Kasse, dass jeder Nutzer auch zu Stoßzeiten den Überblick beim Kassieren behält. Registrierkassen sind heute so leistungsfähig, dass sogar annähernd 2.000 Artikel in der Kassensoftware gespeichert werden können, um diese mit z.B. einem Scanner für den Kassiervorgang einzulesen. Auch beinahe endlos viele Warengruppen können hinterlegt werden. Ein Berichtswesen in der Kasse ermöglicht es, täglich auf kurzfristige Nachfragen oder auf behäbige Ladenhüter reagieren zu können und das Sortiment umzustellen. Es können zum Teil sogar bis zu 25 Anwender für eine Kasse im System gespeichert werden. So ist es möglich, dass viele Mitarbeiter zum Teil parallel an der Kasse arbeiten aber auch individuell deren Tagesumsätze abgerechnet werden können. Einige Ausführungen einer Registrierkasse sind sogar mit einer USB-Schnittstelle ausgerüstet. Hierüber können Daten gesichert und auf externe Datensicherungsmedien übertragen werden. Kurz und gut: sogar die gute alte Registrierkasse wurde so umfangreich weiterentwickelt, dass sie Sicherheit, Funktionsvielfalt und Bedienungskomfort bietet und damit auch kniffligste Anforderungen nicht nur im Einzelhandel im Arbeitsablauf erleichtern kann.